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DiSEqC und Konsorten, Unicable Basics

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  • DiSEqC und Konsorten, Unicable Basics

    DISEqC und Konsorten (LNBs, Schalter, etc.)

    Zuletzt geändert von Henner; 12.06.2011, 12:51.
    Gruß Henner

    Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
    Multiswitch - Inverto Unicable IDLP-USS200-CU010-8PP, Spaun 9940NF, Spaun 9800NF (DVB-T Einspeisung, alle MS kaskadiert - 14 DiSEqC, 8 Unicable Anschlüsse),
    ext NetCeiver mit 5 DVB-S2 Tuner, AVG III, NCL II, NCL I,
    NAS QNAP TS-431 mit 3x 3TB WD red

  • #2
    Setup - Installation - Antenneneinstellung - Parameter DISEqC Eingang:

    Kein DISEqC

    Ansteuerbar ist nur eine Satellitenposition z.b Astra S19.2E, da kein Befehl zum Positionswechsel existiert. Es werden die sog. analogen Befehle benutzt um die vier Empfangsebenen anzusteuern bzw. eine davon auszuwählen. Eine vorhandene diseqc.conf wird nicht benutzt.

    Code:
      
    1. horizontal = 18V
    2. vertikal = 13V
    3. unteres Band = 22 KHz Tone aus
    4. oberes Band  = 22 KHz Tone an
    Edit: Schaltkriterium vertikal / horizontal korrigiert. henner

    mini DISEqC

    Mini-DiSEqC (auch Tone Burst, DiSEqC kompatibel oder Simple-DiSEqC genannt) ermöglicht lediglich ein weiteres Schaltkriterium (Sat-Position A/B) neben den bisherigen 14/18 Volt und 22 kHz. Das Mini-DiSEqC-Signal ist ein Burstsignal, das auf das 22 kHz-Signal aufgesetzt wird. Für Position A wird das 22-kHz-Signal durchgehend gesendet, für Position B getastet. Receiver mit Mini-DiSEqC-Funktion können DiSEqC-Multischalter (Levels 1.0 und 2.0) nur zusammen mit 14/18 Volt und 22 kHz steuern. Relais in Mini-DiSEqC-Technik können auch von Receivern mit Level 1.0 und höher gesteuert werden. Bauteile mit Mini-DiSEqC dürfen kein DiSEqC-Logo tragen.

    mini DISEqC hat nur in soweit mit DISEqC etwas zu tun, als das die gleiche Tonfrequenz und Modulationsart wie bei DISEqC verwendet wird um zwischen zwei Position umschalten zu können.


    DISEqC

    Mit DISEqC steht ein mächtiger Befehlssatz zur Steuerung einer Satellitenempfangsanlage zur Verfügung.Zur Übertragung der Befehle an die einzelnen Elemente (Schalter, Rotor, etc.) wird hier auch der 22 KHz Ton benutzt dem die Befehlsfolgen aufmoduliert werden. Details dazu sind z.B. in diesem(http://www.eutelsat.com/deutsch/pdf/DiSEqC2001.pdf) von Eutelsat zur Verfügung gestelltem Dokument enthalten
    Gruß Henner

    Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
    Multiswitch - Inverto Unicable IDLP-USS200-CU010-8PP, Spaun 9940NF, Spaun 9800NF (DVB-T Einspeisung, alle MS kaskadiert - 14 DiSEqC, 8 Unicable Anschlüsse),
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    • #3
      LNB Typen

      Single- / Twin-LNB

      Bei beiden wird mit den analogen Befehlen (14/18V, 22KHz Ton an/aus) die gewünschte Empfangsebene ausgewählt. Beide werden in Verbindung mit Switchen (Schalern) aber nicht mit Multiswitchen (Multischaltern) eingesetzt.


      Quat(t)ro-LNB

      LNB mit einem je Anschluss für die vier Empfangsebenen. Braucht nur eine Speisespannung. Analoge Befehle sind unwirksam. Wird zusammen mit Multiswitche / Matrixen und selten mit Switchen (kaskadiert) eingesetzt.


      Quad-LNB (Quattro.Switch)

      LNB mit eingebauten Multiswitch / Matrix und vier gleichwertigen Ableitungen. Wird zur Versorgung von 4 Receivern eingesetzt. Ansteuerung mit analogen bzw. DISEqC Befehlen - Herstellerabhängig.

      Die ReelBox sendet bei der Einstellung DISEqC 1.x neben der digitalen Befehlsfolge auch immer die analogen Schaltkriterien, so das der Einsatz von Single/Twin-LNBs hinter DISEqC Switchen möglich ist. Bei kaskadierten Switchen muss allerdings DISEqC 1.1 bzw. Befehlswiederholung gesetzt sein.
      Gruß Henner

      Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
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      • #4
        Schalter (Switch) und Multischalter (Multiswitch)

        Schalter bzw. Switche führen zwei oder mehr Ableitungen von LNBs zu einer Ableitung zusammen. Es gibt hier die Begriffe 2in1 = zwei Eingänge ein Ausgang ober 4in1 = 4 Eingänge 1 Ausgang. Im Bereich der Schalter wird von "committed" oder "uncommitted" gesprochen.

        "Committed" vermutlich deshalb weil für diese Schalter Band, Polarisation, Position und Option als Schaltkriterien festgelegt wurden. Z.T. reagieren diese "committed" Switche auch noch auf analoge Befehle und Toneburst miniDISEqC).
        "Uncommitted" deshalb weil keines dieser Steuermerkmale verwendet wird.

        Letztendlich sind Schalter die mit dem Befehlsbyte "38" gesteuert werden "committed" und soche die mit "39" gesteuert werden "uncommitted".

        Es gibt Schalter bei denen man auswählen kann ob sie als "committed" oder "uncomitted" Switch arbeiten. Z.B. Spaun SUR 211 F.

        Typische Befehlsfolge:
        Code:
        "committed"    E0 10 38 Fx
        "uncommtted"   E0 10 39 Fx
        Multischalter werden zum Anschluss mehrer Tuner / Receiver an eine Satellitenantennenanlage benutzt. Als LNB Type verwendet man Quattro-LNBs, die für jede Empfangsebene einen separaten Anschluss haben. Damit kann auf jeden Ausgang des Multischalters jede Empfangsebene gelegt werden.

        Üblich sind Multischalter für ein oder zwei Quattro-LNBs. Mittlerweile werden aber auch Multischalter für bis zu 4 Quattro-LNBs angeboten. Meist haben diese Geräte noch einen weiteren Eingang um Kabel oder terristisches TV Signale einzuspeisen.

        Mulischalter für eine bzw. zwei Satellitenpositionen können häufig noch mit Toneburst (miniDISEqC) gesteuert werden. Das ist von Vorteil wenn noch ältere analoge/digitale Satellitenreceiver betrieben werden müssen. Generell ist aber eine Steuerung über DISEqC zu empfehlen. Die Umschaltung erfolgt, wie die Antwort eines Benutzer dieses Forums zeigt, bei DISEqC schneller.
        Gruß Henner

        Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
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        • #5
          DISEQC 1.0 Befehlsfolge

          Die Darstellung der Werte erfolgt in hexadecimaler Reprensentation. D.h. ab dem Wert 10 bis zum Wert 15 werden die Buchstaben a/A bis f/F verwendet.

          Code:
          "Committed Switches"
          
          E0 10 38 F0
           |  |  |  |
           |  |  |  *--- Datenbyte
           |  |  *------ Befehlsbyte
           |  *--------- Adressbyte
           *------------ Framingbyte / Startbyte
          
          Startbyte:    E0 Befehl vom Master, keine Antwort benötigt, Erstübertragung
                        E1 Befehl vom Master, keine Antwort benötigt, Wiederholung
          
          Adressbyte:   10 Befehl gilt für alle schaltenden Einheiten
          
          Befehlsbyte:  38 Schreibe nach Portgruppe 0 (committed switches),Direktbeschreibung des ZF Pfades
                        
          Databyte:     1. Halbbyte (4 Bits) Clear- bzw Löschbits - Bits 0 - 3 
                        2. Halbbyte (4 Bits) 4 5 6 7
                                             | | | |
                                             | | | *--- Band         0 = low 
                                             | | |                   1 = high
                                             | | *----- Polarisation 0 = vertikal
                                             | |                     1 = horizontal
                                             | *------- Position     0 = Position A
                                             |                       1 = Position B
                                             *--------- Option       0 = Option A
                                                                     1 = Option B
          
          Note: Die Wertigkeit der Bits im Halbbyte wird von rechts nach links gezählt:
          Bit 4 = 8
          Bit 5 = 4
          Bit 6 = 2
          Bit 7 = 1
          Z.B. Ein Datenbyte F1 löscht vor dem Setzen alle Schaltoptionen und selektiert dann auf LNB A (Position A) die Empfangsebene "vertikal, oberes Band"

          Mit dem Schaltbit Position kann zwischen 2 x 4 Empfangseben umgeschaltet werden. D.h. bei zwei Quattro LNBs können alle Empfangsebenen (4 je LNB) ausgewählt werden.

          Das Optionsbit erlaubt weitere 2 x 4 Empangsebenen zu selektieren.

          Befehlsfolgen zur Auswahl aller Empfangsebenen bei 4 Satelliten.
          Code:
          Direktbeschreibung der "Committed Switches"
          
                        Polarisation  Band       Start  Adress  Befehls  Daten
                                                 Byte   Byte    Byte     Byte
          Satellite 1   Vertikal      Low-Band   E0     10      38       F0
          Satellite 1   Vertikal      High-Band  E0     10      38       F1
          Satellite 1   Horizontal    Low-Band   E0     10      38       F2
          Satellite 1   Horizontal    High-Band  E0     10      38       F3  
          Satellite 2   Vertikal      Low-Band   E0     10      38       F4
          Satellite 2   Vertikal      High-Band  E0     10      38       F5
          Satellite 2   Horizontal    Low-Band   E0     10      38       F6
          Satellite 2   Horizontal    High-Band  E0     10      38       F7 
          Satellite 3   Vertikal      Low-Band   E0     10      38       F8
          Satellite 3   Vertikal      High-Band  E0     10      38       F9
          Satellite 3   Horizontal    Low-Band   E0     10      38       FA
          Satellite 3   Horizontal    High-Band  E0     10      38       FB  
          Satellite 4   Vertikal      Low-Band   E0     10      38       FC
          Satellite 4   Vertikal      High-Band  E0     10      38       FD
          Satellite 4   Horizontal    Low-Band   E0     10      38       FE
          Satellite 4   Horizontal    High-Band  E0     10      38       FF
          Das Beispiel einer diseqc.conf bezieht sich nur auf die ReelBox Lite. Bei der AVG wird die diseqc.conf bei jeden Start mit Informationen aus der netceiver.conf neu erstellt.

          Als Beispiel eine diseqc.conf - Einstellung DISEqC 1.0 - für zwei Satellitenpositionen -Astra S19.2E und Hotbird S13.0E - wie sie in der ReelBox zur Anwendung kommt. Zu beachten ist, dass auch die analogen Schaltkriterien 13/18 Volt bzw. 22 kHz Tone an/aus gesendet werden. Somit kann diese Konfiguration auch in einer Anlage, die nur aus 2in1 Switchen besteht, zur Anwendung kommen, da die für die Single- bzw. Twin-LNBs notwendigen Schaltinformationen mit enthalten sind.
          Code:
          # DiSEqC configuration for VDR
          #
          # Format:
          #
          # satellite slof polarization lof command...
          #
          # satellite:      one of the 'S' codes defined in sources.conf
          # slof:           switch frequency of LNB; the first entry with
          #                 an slof greater than the actual transponder
          #                 frequency will be used
          # polarization:   V = vertical, H = horizontal, L = Left circular, R = Right circular
          # lof:            the local oscillator frequency to subtract from
          #                 the actual transponder frequency
          # command:
          #   t         tone off
          #   T         tone on
          #   v         voltage low (13V)
          #   V         voltage high (18V)
          #   A         mini A
          #   B         mini B
          #   Wnn       wait nn milliseconds (nn may be any positive integer number)
          #   [xx ...]  hex code sequence (max. 6)
          #
          # The 'command...' part is optional.
          #
           
          # Input 0 - S19.2E  
          
          S19.2E  11700 V   9750 t v [E0 10 38 F0]  t
          S19.2E  99999 V  10600 t v [E0 10 38 F1]  T
          S19.2E  11700 H   9750 t V [E0 10 38 F2]  t
          S19.2E  99999 H  10600 t V [E0 10 38 F3]  T
          
          # Input 4 - S13.0E  
          
          S13.0E  11700 V   9750 t v [E0 10 38 F4]  t
          S13.0E  99999 V  10600 t v [E0 10 38 F5]  T
          S13.0E  11700 H   9750 t V [E0 10 38 F6]  t
          S13.0E  99999 H  10600 t V [E0 10 38 F7]  T
          Gruß Henner

          Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
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          • #6
            DISEQC 1.1 Befehlsfolge

            Nachfolgend das Befehls- und Datenbyte für "uncommitted" Schalter.
            Code:
            "Uncommitted Switches"
            
            Start und Adressbyte sind identisch zum Befehlsbyte "38"
             
            Befehlsbyte: 39 Schreibe nach Portgruppe 1 (uncommitted switches),
            
            Databyte:    1. Halbbyte (4 Bits) Clear- bzw Löschbits - Bits 0 - 3
            
                         2. Halbbyte (4 Bits)  Switch   Wert
                                              4 3 2 1 
                            Bitposition       4 5 6 7   
                                              0 0 0 0    0  
                                              0 0 0 1    1  
                                              0 0 1 0    2  
                                              0 0 1 1    3  
                                              0 1 0 0    4  
                                              0 1 0 1    5  
                                              0 1 1 0    6  
                                              0 1 1 1    7
                                              1 0 0 0    8  
                                              1 0 0 1    9  
                                              1 0 1 0    A  
                                              1 0 1 1    B  
                                              1 1 0 0    C  
                                              1 1 0 1    D  
                                              1 1 1 0    E  
                                              1 1 1 1    F
            Um die Angaben - z.B. Switch 1 oder 2 - besser zu verstehen, eine schematische Darstellung des "uncommitted" Schalters Spaun SUR 420 F
            Code:
            Eingang     1  2     3   4     3 stufiger Schalter am SUR 420 F 
                        |  |     |   |        Mode 1     Mode 2     Mode 3
                        |  |     |   |       
                         \        \          Switch 1   Switch 2   Switch 3
                          |        |
                          *--*  *--*
                             |  |
                              \              Switch 2   Switch 3   Switch 4          
                               |
                               |
            Ausgang            v
                                           (Die Bezeichnung Switch n bezieht sich auf
                                            das jeweilige Switch-Bit im Datenbyte des
                                            "uncommitted" Befehls 39)
            
            Im Modus 1 schaltet ein Datenbyte mit Wert F0 Eingang 1 zum Ausgang
                                                       F1    "    2  "     "
                                                       F2    "    3  "     "
                                                       F3    "    4  "     "
            Im Modus 2 schaltet ein Datenbyte mit Wert F0    "    1  "     "
                                                       F2    "    2  "     "
                                                       F4    "    3  "     "
                                                       F6    "    4  "     "
            Im Modus 3 schaltet ein Datenbyte mit Wert F0    "    1  "     "      
                                                       F4    "    2  "     "
                                                       F8    "    3  "     "
                                                       FC    "    4  "     "
            Das Beispiel einer diseqc.conf bezieht sich nur auf die ReelBox Lite. Bei der AVG wird die diseqc.conf bei jeden Start mit Informationen aus der netceiver.conf neu erstellt.

            Eine diseqc.conf - Einstellung DISEqC 1.1 - für acht Satellitenpositionen. Verwendet wird ein 8in1 Schalter. Um zwei Tuner der Reelbox mit den gleichen Empfangsebenen zu versorgen müssen acht Twin-LNBs und zwei 8in1 Schalter zum Einsatz kommen.
            1. Astra S19.2E,
            2. Hotbird S13.0E,
            3. Hispasat 30W
            4. Astra 23.5E
            5. Astra 28.2E/Eurobird 28.5E
            6. Eutelsat W1R
            7. Sirius 2/3
            8. Amos 1



            Code:
            #
            # DiSEqC Schalter EMP Centauri DiSEqC 1.1 8in1 
            #
            
            # Input 1 - Astra 1 19.2E - uncommited switch input 1
            
            S19.2E  11700 V  9750  t v W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F0] W15 t
            S19.2E  99999 V 10600  t v W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F0] W15 T
            S19.2E  11700 H  9750  t V W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F0] W15 t
            S19.2E  99999 H 10600  t V W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F0] W15 T
            
            # Input 2 - Hostbird 13E - uncommited switch input 1
            
            S13E  11700 V  9750  t v W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F4] W15 t
            S13E  99999 V 10600  t v W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F4] W15 T
            S13E  11700 H  9750  t V W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F4] W15 t
            S13E  99999 H 10600  t V W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F4] W15 T
            
            # Input 3 - Hispasat 30W - uncommited switch input 1
            
            S30W  11700 V  9750  t v W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F8] W15 t
            S30W  99999 V 10600  t v W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F8] W15 T
            S30W  11700 H  9750  t V W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F8] W15 t
            S30W  99999 H 10600  t V W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 F8] W15 T
            
            # Input 4 - Astra 23.5E - uncommited switch input 1
            
            S23.5E  11700 V  9750  t v W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 FC] W15 t
            S23.5E  99999 V 10600  t v W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 FC] W15 T
            S23.5E  11700 H  9750  t V W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 FC] W15 t
            S23.5E  99999 H 10600  t V W15 [E0 10 39 F0] W15 [E0 10 38 FC] W15 T
            
            # Input 5 - Astra 28.2E/Eurobird 28.5E - uncommited switch input 2
            
            S28.2E  11700 V  9750  t v W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F0] W15 t
            S28.2E  99999 V 10600  t v W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F0] W15 T
            S28.2E  11700 H  9750  t V W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F0] W15 t
            S28.2E  99999 H 10600  t V W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F0] W15 T
            
            # Input 6 - Eutelsat W1R - uncommited switch input 2
            
            #S10E  11700 V  9750  t v W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F4] W15 t
            #S10E  99999 V 10600  t v W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F4] W15 T
            #S10E  11700 H  9750  t V W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F4] W15 t
            #S10E  99999 H 10600  t V W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F4] W15 T
            
            # Input 7 - Sirius 2/3 - uncommited switch input 2
            
            #S5E  11700 V  9750  t v W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F8] W15 t
            #S5E  99999 V 10600  t v W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F8] W15 T
            #S5E  11700 H  9750  t V W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F8] W15 t
            #S5E  99999 H 10600  t V W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 F8] W15 T
            
            # Input 8 - Amos 1 - uncommited switch input 2
            
            #S4W  11700 V  9750  t v W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 FC] W15 t
            #S4W  99999 V 10600  t v W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 FC] W15 T
            #S4W  11700 H  9750  t V W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 FC] W15 t
            #S4W  99999 H 10600  t V W15 [E0 10 39 F1] W15 [E0 10 38 FC] W15 T
            Gruß Henner

            Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
            Multiswitch - Inverto Unicable IDLP-USS200-CU010-8PP, Spaun 9940NF, Spaun 9800NF (DVB-T Einspeisung, alle MS kaskadiert - 14 DiSEqC, 8 Unicable Anschlüsse),
            ext NetCeiver mit 5 DVB-S2 Tuner, AVG III, NCL II, NCL I,
            NAS QNAP TS-431 mit 3x 3TB WD red

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            • #7
              miniDISEqC

              Das Beispiel einer diseqc.conf bezieht sich nur auf die ReelBox Lite. Bei der AVG wird die diseqc.conf bei jeden Start mit Informationen aus der netceiver.conf neu erstellt.

              Eine diseqc.conf die für die Einstellung miniDISEqC generiert wurde.
              Die Satellitenposition (LNB) wird mit dem Toneburst umgeschaltet (mini A bzw. mini B).
              Die vier Empfangsebenen werden nur über die analogen Befehle 13/18 Volt bzw. Ton an/aus ausgewählt.
              Code:
              # DiSEqC configuration for VDR
              #
              # Format:
              #
              # satellite slof polarization lof command...
              #
              # satellite:      one of the 'S' codes defined in sources.conf
              # slof:           switch frequency of LNB; the first entry with
              #                 an slof greater than the actual transponder
              #                 frequency will be used
              # polarization:   V = vertical, H = horizontal, L = Left circular, R = Right circular
              # lof:            the local oscillator frequency to subtract from
              #                 the actual transponder frequency
              # command:
              #   t         tone off
              #   T         tone on
              #   v         voltage low (13V)
              #   V         voltage high (18V)
              #   A         mini A
              #   B         mini B
              #   Wnn       wait nn milliseconds (nn may be any positive integer number)
              #   [xx ...]  hex code sequence (max. 6)
              #
              # The 'command...' part is optional.
              #
              
              # Input 0 - S19.2E  
              
              S19.2E  11700 V   9750 t v W15 A W15 t
              S19.2E  99999 V  10600 t v W15 A W15 T
              S19.2E  11700 H   9750 t V W15 A W15 t
              S19.2E  99999 H  10600 t V W15 A W15 T
              
              # Input 4 - S13.0E  
              
              S13.0E  11700 V   9750 t v W15 B W15 t
              S13.0E  99999 V  10600 t v W15 B W15 T
              S13.0E  11700 H   9750 t V W15 B W15 t
              S13.0E  99999 H  10600 t V W15 B W15 T
              Gruß Henner

              Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
              Multiswitch - Inverto Unicable IDLP-USS200-CU010-8PP, Spaun 9940NF, Spaun 9800NF (DVB-T Einspeisung, alle MS kaskadiert - 14 DiSEqC, 8 Unicable Anschlüsse),
              ext NetCeiver mit 5 DVB-S2 Tuner, AVG III, NCL II, NCL I,
              NAS QNAP TS-431 mit 3x 3TB WD red

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              • #8
                Beispiel - zwei Twin LNBs

                Code:
                         Twin             Twin
                         LNB              LNB 
                         | |     2in1     | | 
                         | |    Switch    | |
                         * *-----*  *-----* *
                         |       |  |       |     
                         |       1  2       |
                         |       v  v       |
                         |       |  |       |   < Schalter 1 für Tuner 1       
                         |        \         | 
                         |        *         |
                         |        |         |
                         |        v         | 
                         |     Tuner 1      |
                         |                  |
                         |       2in1       |
                         |      Switch      |
                         *-------*  *-------*
                                 |  | 
                                 1  2
                                 v  v
                                 |  |           < Schalter 2 für Tuner 2
                                   /  
                                   *
                                   |
                                   v
                               Tuner 2
                In diesem Beispiel werden zwei Twin-LNBs (je Satellitenposition eins) und zwei Spaun Antennenrelais SAR 212 F benutzt. Die Relais schalten mit MiniDISEqC (Toneburst) bzw. mit dem DISEqC Schaltkriterium "Position" um.
                Gruß Henner

                Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
                Multiswitch - Inverto Unicable IDLP-USS200-CU010-8PP, Spaun 9940NF, Spaun 9800NF (DVB-T Einspeisung, alle MS kaskadiert - 14 DiSEqC, 8 Unicable Anschlüsse),
                ext NetCeiver mit 5 DVB-S2 Tuner, AVG III, NCL II, NCL I,
                NAS QNAP TS-431 mit 3x 3TB WD red

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                • #9
                  Beispiel 2 x Quattro und 1 x Twin LNB

                  Erweiterung einer Satellitenanlage (2 x Quattro LNB an einem Multiswitch 9/8) um eine weitere Satellitenposition für eine Reelbox mit zwei Tunern.

                  Für die zusätzliche Position wird ein Twin LNB an einer separaten Schüssel verwendet. In dem Beispiel wird in die Ableitungen 7 und 8 des Multiswitches jeweils ein Relais / Switch eingefügt, der dann auf das Twin-LNB umschaltet.

                  Code:
                      *---------*  *---------*       *--------*
                      | Quattro |  | Quattro |       |  Twin  |
                      |  LNB A  |  |  LNB B  |       |  LNB C |
                      |  Astra  |  | Hotbird |       |Hispasat| 
                      | S19.2E  |  | S13.0E  |       | S30.0W |
                      |         |  |         |       |        |
                      *-1-2-3-4-*  *-1-2-3-4-*       *--1--2--*
                        | | | |      | | | |            |  | 
                        | | | |      | | | | T          |  |
                        | | | |      | | | | |          |  |
                        1 2 3 4      5 6 7 8 9          |  |
                      *-v-v-v-v------v-v-v-v-v-*        |  |
                      |                        |        |  |
                      |    Multiswitch 9/8     |        |  |
                      |                        |        |  |
                      *-1--2--3--4--5--6--7--8-*        |  |
                        v  v  v  v  v  v  v  v          |  |
                        |  |  |  |  |  |  |  |          |  |
                                          |  |          |  |
                                          |  *---* *----*  |
                                          |      | |       |
                                          |      | |       |
                                          |      1 2       |
                                          |    *-v-v-*     |
                                          |    |     |     |
                                          |    | S 1 |     |
                                          |    |     |     |
                                          |    *--1--*     |
                                          |       v        |
                                          |       |        |
                                          |    Tuner 1     |
                                          |                |
                                          |                |
                                          *------*-*-------*    
                                                 | |
                                                 | |
                                                 1 2
                                               *-v-v-*
                                               |     |
                                               | S 2 |
                                               |     |
                                               *--1--*
                                                  v
                                                  |
                                               Tuner 2
                  
                  Note: S1 und S2 sind Relais /Switche, die auf das 
                        Schaltkriterium "Option" reagieren.
                        Z.B. Spaun SUR 211 F - Schalterstellung "Option"
                  Die verwendeten Schalter (S1 und S2) müssen "Option" ("committed switche") als Schaltkriterium unterstützen bzw. auf dieses Kriterium eingestellt sein. Im Beispiel wird der Spaun SUR 211 F verwendet.

                  Die gezeigten Einstellungs Dialoge beziehen sich nur auf die ReelBox Lite. Für die ReelBox Avantgarde sind andere Dialoge verfügbar.

                  Unter Setup - Installation - Antenneneinstellungen wird der zusätzliche LNB eingetragen. Die Kombination aus Multischalter und den Schaltern S1 und S2 wird als kaskadierte Schalter bzw. Switche bezeichnet. Das verlangt, dass unser DiSEqC Schaltbefehl einmal wiederholt werden muss. Das betrifft zumindest die Befehle, die an den Multischalter mit LNB A und LNB B geschickt werden. Die erste Befehlsfolge von [E0 10 38 Fn] wird von dem Schalter erkannt und der Eingang 1 aktiviert. Mit der Wiederholung wird der Multiswitch erreicht und dieser kann dann entsprechend dem Befehl die jeweilge Empfangsebene durchschalten.

                  Code:
                  Antenneneinstellungen
                  
                  DiSEQC Eingang:      DiSEqC 1.0
                  Anzahl LNBs:         3
                  LNB A:               S19.2E - Astra 1B/C/E/F/G/H/2C
                  LNB B:               S13.0E - Hotbird 1-(5)-6
                  LNB C:               S30.0W - Hispasat 1
                  
                  
                  Experten
                  
                  Mischkonfiguration:   nein
                  DiSEqC Eingang:       DiSEqC 1.0
                  Anzahl LNBs:          3
                  LNB A:               S19.2E - Astra 1B/C/E/F/G/H/2C
                   LNB Type:           9750/10600 MHz
                  LNB B:               S13.0E - Hotbird 1-(5)-6
                   LNB Type:           9750/10600 MHz
                  LNB C:               S30.0W - Hispasat 1
                   LNB Type:           9750/10600 MHz
                  Verzögerung(ms):     25
                  Wiederholung:        1
                  Aus diesen Angaben resultiert fogende diseqc.conf:
                  Code:
                  # DiSEqC configuration for VDR
                  #
                  # Format:
                  #
                  # satellite slof polarization lof command...
                  #
                  # satellite:      one of the 'S' codes defined in sources.conf
                  # slof:           switch frequency of LNB; the first entry with
                  #                 an slof greater than the actual transponder
                  #                 frequency will be used
                  # polarization:   V = vertical, H = horizontal, L = Left circular, R = Right circular
                  # lof:            the local oscillator frequency to subtract from
                  #                 the actual transponder frequency
                  # command:
                  #   t         tone off
                  #   T         tone on
                  #   v         voltage low (13V)
                  #   V         voltage high (18V)
                  #   A         mini A
                  #   B         mini B
                  #   Wnn       wait nn milliseconds (nn may be any positive integer number)
                  #   [xx ...]  hex code sequence (max. 6)
                  #
                  # The 'command...' part is optional.
                  #
                   
                  # Input 0 - S19.2E  
                  
                  S19.2E  11700 V   9750 t v W25 [E0 10 38 F0] W25 [E1 10 38 F0] W25  t
                  S19.2E  99999 V  10600 t v W25 [E0 10 38 F1] W25 [E1 10 38 F1] W25  T
                  S19.2E  11700 H   9750 t V W25 [E0 10 38 F2] W25 [E1 10 38 F2] W25  t
                  S19.2E  99999 H  10600 t V W25 [E0 10 38 F3] W25 [E1 10 38 F3] W25  T
                  
                  # Input 4 - S13.0E  
                  
                  S13.0E  11700 V   9750 t v W25 [E0 10 38 F4] W25 [E1 10 38 F4] W25  t
                  S13.0E  99999 V  10600 t v W25 [E0 10 38 F5] W25 [E1 10 38 F5] W25  T
                  S13.0E  11700 H   9750 t V W25 [E0 10 38 F6] W25 [E1 10 38 F6] W25  t
                  S13.0E  99999 H  10600 t V W25 [E0 10 38 F7] W25 [E1 10 38 F7] W25  T
                  
                  # Input 8 - S30.0W  
                  
                  S30.0W  11700 V   9750 t v W25 [E0 10 38 F8] W25 [E1 10 38 F8] W25  t
                  S30.0W  99999 V  10600 t v W25 [E0 10 38 F9] W25 [E1 10 38 F9] W25  T
                  S30.0W  11700 H   9750 t V W25 [E0 10 38 FA] W25 [E1 10 38 FA] W25  t
                  S30.0W  99999 H  10600 t V W25 [E0 10 38 FB] W25 [E1 10 38 FB] W25  T
                  Zu beachten ist hier das Datenbyte (letztes Byte) für den Befehl 38 (commited switch).
                  Code:
                  Datenbyte  Clearbits  Setbits
                              0 1 2 3   4 7 6 7
                                        | | | |
                                        | | | *---- Band 0=low, 1=high
                                        | | *------ Polarisation 0=vertikal, 1=horizontal
                                        | |*------- Position 0=LNB a, 1=LNB B
                                        *---------- Option 0=A,1=B
                  Solange das Optionsbit 0 ist wird auf Eingang 1 geschaltet und der Multiswitch angesprochen. Wenn das Optionsbit gesetzt ist, schaltet der Schalter auf Eingang 2 um an dem der LNB direkt angeschlossen ist.
                  Mit den analogen Schaltkriterien v bzw. V (13/18 Volt) und t bzw. T (Ton aus/an) selektiert dann das Twin-LNB die jeweilige Empfangsebene. Den notwendigen Betriebstrom erhält das LNB von der Box.

                  Für das LNB am Eingang 2 wäre eine Wiederholung der Befehlsfolge nicht notwendig, da es rein aus den analogen Befehlen gesteuert wird. Diese analogen Schaltkriterien sind nach Ausführung des Befehls ständig aktiv.

                  Wird fortgesetzt.
                  Gruß Henner

                  Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
                  Multiswitch - Inverto Unicable IDLP-USS200-CU010-8PP, Spaun 9940NF, Spaun 9800NF (DVB-T Einspeisung, alle MS kaskadiert - 14 DiSEqC, 8 Unicable Anschlüsse),
                  ext NetCeiver mit 5 DVB-S2 Tuner, AVG III, NCL II, NCL I,
                  NAS QNAP TS-431 mit 3x 3TB WD red

                  Kommentar


                  • #10
                    Unicable nach CENELEC prEN50494

                    Dieser Beitrag ist weder eine Beschreibung der Norm CENELEC prEN50494 noch eine Auflistung der von dieser Norm betroffenen bzw. neuen DiSEqC Befehle. Es soll lediglich die Arbeitsweise beschrieben werden.


                    Generelles

                    Zum besseren Verständnis einige verwendete Begriffe bzw. Klarstellungen:
                    • Unicable ist ein geschützter Markenname der "FTA Communications SARL".
                    • Unicable ist eine zur Norm "CENELEC EN50494" kompatible Implementierung des Markeninhabers.
                    • SCR oder SaTCR - Satellite Channel Router Bezeichnung für die anstelle eines Multischalters verwendeten Kopfstation oder LNBs


                    In diesem Beitrag wird meist der Begriff SCR verwendet.

                    Das in der Norm EN50494 beschriebene Verfahren wurde, meines Wissens nach, erstmalig von ST Microelectronics im Jahr 2004 in der "AN2056 Application Note" veröffentlicht. STM ist auch der erste Hersteller eines Chipsatzes der dieses Verfahren unterstützt.

                    Ich hätte hier gerne die in prEN50494 beschriebene Erweiterung des DiSEqC Befehlssatzes aufgeführt, aber das Dokument das diese Europäische Norm beschreibt steht nicht öffentlich zur Verfügung. Es muss von jedem Interessierten erworben werden. Ich vermute, dass dieses Dokument auch mit einem Copyright belegt ist. Bisher hat auch keiner der Hersteller von Geräten, die nach dieser Norm arbeiten, Informationen über die Erweiterung der DiSEqC Befehle veröffentlicht. Das wurde von Eutelsat und Philips (den Erfindern von DiSEQC) ganz anders gehandhabt. Der DiSEqC Befehlssatz inkl. der div. Versionsänderungen steht jedem Interessierten zur Verfügung.

                    Wie oben aufgeführt kann z.Zt. nur die oben aufgeführte Schrift "AN2056 Application Note" von STM und "ST7LNB1Y0 DiSEqC slave microcontroller for SaTCR based LNBs and switchers", beide von STM, als Quelle für die Beschreibung der DiSEqC Befehle benutzt werden.

                    CSS (Channel Stacking Switch Technik)

                    Der Begriff CSS beschreibt meiner Meinung nach am besten wie es möglich ist mehrere Tuner, unabhängig von einander, an einer Antennenableitung, bei voller Funktionalität, zu betreiben. Die dt. Übersetzung für Stacking ist Stapeln. Das geschieht auch bei dem von STM und in der Norm EN50494 beschriebenen Verfahren. Einzelne Kanäle werden in dem zur Verfügung stehenden Frequenzbereich übereinandergestapelt und jeweils von einem Teilnehmer/Tuner zum Empfang des Antennensignals benutzt.


                    Beim herkömmlichen Satellitenempfang bzw. Sat-Verteilung wird jeweils eines der vier Empfangsbänder
                    Code:
                    unteres Band - vertikal    10,700 - 11,700 GHz
                    unteres Band - horizontal  10,700 - 11,750 GHz
                    oberes Band  - vertika     11,700 - 12,750 Ghz 
                    oberes Band  - horizontal  11,700 - 12,750 Ghz
                    des zu empfangenden Satelliten, auf das Antennenkabel gelegt bzw. aufgeschaltet. Das geschieht mit analogen oder digitalen (DiSEqC) Steuerbefehlen. Hierdurch steht jedoch allen an diesem Kabel angeschlossenen Satellitenempfänger nur das ausgewählte Empfangsband zur Verfügung. Wie obige Aufstellung zeigt, haben die Empfangsbänder eine Breite von 1,0 bzw. 1,2 Ghz. Bei den in unseren Breiten verwendeten Satellitenantennenanlagen wird das jeweilige Empfangsband, durch Mischung mit einer sog. LOF (Local Oszilator Frequency) im Frequenzbereich von 950 MHz - 2150 auf dem Antennenkabel vom LNB zum Receicer/Tuner übertragen.

                    Bei dem hier beschriebenen Verfahren wird der Bereich von 950 MHz - 2150 MHz nochmals in kleinere Frequenzbereiche aufgeteilt. Z.Zt. sind das je nach Hersteller zwischen 8 und 9 Bänder oder auch Kanäle. Den angeschlossenen Tunern wird nur einer dieser Kanäle zugewiesen. Der Tuner selbst wird fest auf diesen Kanal eingestellt. Die eigentliche Empfangsfrequenz des Satellitensignals wird jetzt entweder von einem SCR-LNB oder einem SCR fähigen Multischalter auf diesen Kanal umgesetzt. D.h. das eigentliche Tuning findet im SCR statt.

                    Die von den LNBs bzw. Multischalter verwendeten Frequenzen können von Hersteller zu Hersteller variieren. Auch die Nummerierung der Kanäle ist nicht einheitlich. Ist aber in der jeweiligen Kopfstation festgelegt.

                    Code:
                    Beispiel einer Kanalaufteilung 
                    Frequenzen in MHz
                    Kanal    1     2     3     4    5    6    7    8 
                    Freq.  1284  1400  1516  1632 1748 1864 1980 2096
                    Unbedingt notwendiger DiSEqC Befehl

                    In der Norm CENELEC prEN50494 ist die Erweiterung des DiSEqC Befehlssatzes beschrieben. Die Erweiterung enthält alle Befehle die z.Zt. zur Kommunikation zwischen dem Tuner und dem SCR notwendig sind. Der derzeitige Befehlssatz lässt aber nur die Steuerung bzw. Auswahl von zwei Satelliten zu. Hier könnte sich etwas ändern. Da jedoch SCR / Unicable hauptsächlich auf die Verwendung in Wohnanlagen bzw. Mietshäusern ausgerichtet ist (wer stellt seinem Mieter mehr als zwei Satelliten zur Verfügung) ist hier wahrscheinlich kein großer Druck auf Erweiterung vorhanden.

                    In dem von STM veröffentlichten Dokument "AN2056 Application Note" sind auch die von STM hinzugefügten DiSEqC Befehle enthalten. Der wichtigste davon ist - ODU_ChannnelChange - Kanalwechsel.
                    Code:
                    ODU_ChannelChange
                    
                    E0 10 5A channel_byte1  channel_byte2
                    |  |  |  7 6 5 4 3 2 1 0  7 6 5 4 3 2 1 0
                    |  |  |  | | | | | | | |  | | | | | | | |
                    |  |  |  | | | | | | | |  *-*-*-*-*-*-*-*---- Tuning Byte [7:0] 
                    |  |  |  | | | | | | | |
                    |  |  |  | | | | | | *-*--------------------- Tuning Byte [9:8]
                    |  |  |  | | | | | |
                    |  |  |  | | | *-*-*------------------------- LNB number (Table 2)
                    |  |  |  | | |
                    |  |  |  *-*-*------------------------------- SaTCR / SCR number (Table 1)
                    |  |  |
                    |  |  *-------------------------------------- Befehlsbyte
                    |  |
                    |  *----------------------------------------- Adresse (10 = an alle schaltbaren Geräte)
                    |
                    *-------------------------------------------- Framingbyte / Startbyte
                    Das Tuning Byte (10 Bits) wird benutzt um im SCR (LNB bzw. Multiswitch) die VCO (Variable Controlled Oszilator) Frequenz einzustellen, mit der die Transponderfrequenz auf die Kanalfrequenz umgesetzt wird..

                    Bei üblichen Empfangsanlagen errechnet sich die Frequenz auf die der Tuner eingestellt wird wie folgt:
                    Code:
                    F_Tuner = F_Transponder - LOF
                    
                    Beispiel für "Das Erste HD" 
                    F_Tuner = F_Transponder - LOF
                     1611   =     11361     - 9750
                    Bei SCR / Unicable muss diese ZF (Zwischenfrequenz) nochmals auf die dem jeweiligen Tuner zugewiesenen Kanalfrequenz umgerechnet werden.
                    Code:
                    F_scr-vco = (F_Transponder - LOF) + F_Kanal     (LOF - unteres Band  9,750 GHz 
                                                                    (LOF - oberes Band  10,600 GHz
                    
                    Um Bits in dem DiSEqC Befehl zu sparen unterliegt der Wert einer weiteren Berechnung.
                    
                     Tuning_byte = (F_scr-vco / 4) - 350 
                    
                    
                    Beispiel für "Das Erste HD" 
                    F_scr-vco = (F_Transponder - LOF) + F-Kanal
                      2895    = (    11361    - 9750) +  1284
                    
                    Tuning_byte = (F-scr-vco / 4) - 350
                      373,75    = (  2895    / 4) - 350 dezimal
                     x'175'                             hexadezimale Darstellung
                    Von STM benutzte Nummerierung der Kanäle. Diese kann von Hersteller zu Hersteller verschieden sein und ist dem jeweiligen Datenblattes bzw. Bedienungsanleitung des Gerätes zu entnehmen.
                    Code:
                    Table 1
                    
                    SaTCR             number
                    SaTCR1              0
                    SaTCR2              1 
                    SaTCR3              2
                    SaTCR4              3
                    SaTCR5              4
                    SaTCR6              5 
                    SaTCR7              6
                    SaTCR8              7
                    Nummerierung der Satellitenempfangsbänder bei zwei Satellitenpositionen.
                    Code:
                    Table 2
                    
                     Satellite          LNB                 number
                    
                    Position A      Low band / vertical       0
                                    High band / vertical      1
                                    Low band / horizontal     2
                                    High band / horizontal    3  
                    
                    Position B      Low band / vertical       4
                                    High band / vertical      5
                                    Low band / horizontal     6
                                    High band / horizontal    7
                    Beispiel um dem SCR eine Transponderänderung zu befehlen.

                    Um bei dem errechneten Tuning Byte für "Das Erste HD" zu bleiben, sehen die channel bytes
                    für den ChannelChange Befehl dann so aus.
                    Code:
                    Satellite nach Tabelle 1 - Position A = 0
                    LNB       nach Tabelle 2 - low / hor  = 2 
                    Tuning Byte                           = 175
                    
                      |<  channel_byte1  >|< channel_byte2 >|
                    
                        SCR# |  LNB# |      Tuning Byte
                       7 6 5 | 4 3 2 | 1 0  7 6 5 4  3 2 1 0
                       0 0 0   0 1 0   0 1  0 1 1 1  0 1 0 1 
                    
                           0         9         7        5
                    
                    
                    Der DiSEqC Befehl zum Wechsel auf "Das Erste HD" ist
                    
                       E0 10 5A 09 75
                    Anmerkungen

                    Die weiteren von STM vorgestellten Befehle dienen zum Aushandeln der zu benutzenden Kanalfrequenz zwischen Client (Tuner) und Server (SCR). Diese autom. Feststellung einer freien Frequenz wird jedoch nur von wenigen Tuner- bzw. Receiverherstellern verwendet. Dieser Automatismus kann bei gemischtem Einsatz von Tunern die mit fest eingestellten Frequenzen arbeiten und Tunern, die sich eine/n freie Frequenz / Kanal vom SCR zuweisen lassen wollen, zu Problemen führen.

                    Ein Befehl der nicht von STM aufgeführt wird ist der PIN Befehl. Mit diesem Befehl lassen sich zugeordnete Frequenzen schützen. D.h. der über die SCR Nummer definierte Kanal, muss mit einer dazugehörigen PIN autorisiert werden.

                    Installations- bzw. Betriebsanmerkungen

                    Beim durchstöbern div. Foren nach Themen über EN50494 bzw. Unicable und lesen einiger Datenblätter ist mir einiges aufgefallen, was nicht unbedingt in der Werbung oder auch Katalogen steht.
                    • Nicht jede Alt-Antennenanlage lässt sich so ohne weiteres auf Satellitenempfang mit SCR Unterstützung umbauen.
                      • Wenn die Anlage bisher nur für terristischen TV- oder Radio-Empfang ausgelegt und benutzt war, entsprechen mit hoher Wahrscheinlichkeit die verlegten Kabel nicht den Anforderungen für Satellitenempfang. Das gilt auch für die verwendeten Anschlussdosen.
                      • Ist es eine Umstellung oder Erweiterung einer Anlage für Kabelempfang (Breitband) so trifft das Gleiche zu. Die Kabel können zwar den erhöhten Anforderungen genügen, die verwendeten Dosen (Breitbanddosen) grenzen meist den Frequenzbereich von 950 MHz bis 2150 MHz aus.

                    • Alle an eine SCR Kabelverteilung angeschlossenen Receiver / Tuner müssen die DiSEqC Protokoll Erweiterung nach EN50494 (Unicable) unterstützen und diese muss auch aktiviert sein. Ein Empfangsgerät ohne diese Unterstützung kann große Störungen bei den anderen Teilnehmern hervorrufen, abgesehen davon wird der Empfang mit diesem Gerät nicht funktionieren.

                      Es gibt Hersteller die bieten Anschlussdosen mit einer elektronischen Schutzvorrichtung an. Hierbei wird dann überprüft, ob die entsprechenden DiSEqC Befehle von dem angeschlossenen Gerät auch gesendet werden. Ist das nicht der Fall, so wird die Dose gesperrt. Diese Maßnahme wird meist in größeren Anlagen notwendig sein. Bei kleinen Anlagen, wo eine Abstimmung zwischen den Teilnehmern erfolgen kann, wird man auf die doch recht teuren Dosen verzichten können.
                    • Beim gemischten Einsatz von Receiver / Tunern die mit fester Kanalzuordnung arbeiten und solchen, die freie Kanäle mit dem SCR LNB bzw. Switch aushandeln, kann es zu Problemen kommen. Davon wird jedenfalls in einigen Foren berichtet.
                    • Des weiteren gibt Hinweise, dass einige Receiver sich nicht auf einen festen Kanal einstellen lassen sondern nur diese autom. Funktion unterstützen. Hierzu gibt es Aussagen, dass die Norm CENELEC prEN50494 eine Unterstützung für fest zugewiesene Kanäle verlangt.
                    • Beim "Selbst-Erweitern" einer Satellitenempfangsanlage ist darauf zu achten, dass die Anschlüsse mit der kürzesten Kabelstrecke (SCR - Anschlussdose) die Kanäle mit den höchsten Frequenzen zugewiesen bekommen.



                    Installations Beispiele

                    Eine Einkabellösung nach EN50494 kann aus
                    1. einem LNB oder
                    2. einem bzw mehreren Multischaltern / Matrixen


                    bestehen. Je nach Hersteller gibt es bei diesen Multischaltern unterschiedliche Funktionen und/oder Ausrüstungen. Dadurch gibt es eine recht große Bandbreite an Installationsvariationen.
                    • Multischalter mit einem Ausgang im Einkabelmodus nach EN50494 und zwei sog. "Legacy Anschlüssen", an die herkömmliche Receiver angeschlossen werden können.
                    • Für große Anlagen, kaskadierbare Multischalter, die jeweils auf mehreren Ausgängen den Betrieb von bis zu 8 oder 9 Receivern im EN50494 Modus ermöglichen.
                    • Multischalter deren Ausgänge in zwei Modi betrieben werden können:
                      1. Im EN50494 Modus und
                      2. im "Legacy" oder herkömmlichen Modus.


                      Mit diesem Schaltertyp kann direkt ein normaler Multischalter ausgetauscht werden. Die Ausgänge an denen noch keine Receiver im EN50494 Modus angeschlossen sind werden auf "Legacy" eingestellt, und es wird der herkömmliche DiSEqC Befehlssatz verwendet. Der Modus EN50494 erlaubt dann den Anschluss von mehreren Receivern mit entsprechender Befehlsunterstützung.
                    • Kaskadierbare Multischalter mit aktiver (Verstärkung) oder passiver Durchleitung der Stammleitungen. Diese erlauben auch den gemischten Betrieb mit herkömmlichen DiSEqC Multischaltern.



                    Die Beispiele sind den div. Katalogen, Datenblättern und Installationsanleitungen entnommen.

                    SaTCR LNB
                    Code:
                       
                       
                        +---+
                        | L |
                        | N |
                        | B |
                        +-+-+
                          |
                          |
                          O-> Box 1
                          |
                          O-> Box 2
                          |
                          ~
                          ~
                          |
                          O-> Box n
                    2x Quattro-LNB, SaTCR Multiswitch, Verteiler mit zwei Strängen à vier Anschlüsse
                    Code:
                      
                       Quattro  Quattro
                         LNB      LNB
                       | | | |  | | | |
                       | | | |  | | | |
                       v v v v  v v v v
                     +-1-2-3-4--1-2-3-4-+ 
                     |                  |
                     |  SaTCR Matrix    |
                     |  nach EN50494    |
                     +---------v--------+
                               |
                               v
                            +-----+
                            |     |
                            +-v-v-+
                              | |
                    Tuner 1 <-O O-> Tuner 5
                              | |
                    Tuner 2 <-O O-> Tuner 6
                              | |
                    Tuner 3 <-O O-> Tuner 7
                              | |
                    Tuner 4 <-O O-> Tuner 8
                    2x Quattro-LNB, SaTCR Multiswitch, 4 Stammleitungen mit je 3 Anschlüssen
                    Code:
                      
                       Quattro  Quattro
                         LNB      LNB
                       | | | |  | | | |
                       | | | |  | | | |      T   T   T     T
                       v v v v  v v v v      u   u   u     u
                     +-1-2-3-4--1-2-3-4-+    n   n   n     n
                     |                  |    e   e   e     e
                     |  SaTCR Matrix    |    r   r   r     r
                     |  nach EN50494    |  
                     +----v--v--v--v----+    1   2   3    <=8
                          |  |  |  |
                          |  |  |  *---------O---O---O-||--O 
                          |  |  |  
                          |  |  *------------O---O---O-||--O
                          |  |
                          |  *---------------O---O---O-||--O
                          |
                          *------------------O---O---O-||--O
                    Gruß Henner

                    Spiegel - Technisat Satman 85, 2x ALPS Quattro LNB BSTE9,
                    Multiswitch - Inverto Unicable IDLP-USS200-CU010-8PP, Spaun 9940NF, Spaun 9800NF (DVB-T Einspeisung, alle MS kaskadiert - 14 DiSEqC, 8 Unicable Anschlüsse),
                    ext NetCeiver mit 5 DVB-S2 Tuner, AVG III, NCL II, NCL I,
                    NAS QNAP TS-431 mit 3x 3TB WD red

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